Schülerfirma

Schülerfirma am Progymnasium Burladingen

Seit dem Schuljahr 2011/2012 gibt es am Progymnasium eine Schülerfirma. Mithilfe des Gemeinschaftskundelehrers haben drei Schülerinnen der 9. Klassen eine Firma mit dem Namen SaLaMi gegründet. 
Die Schülerfirma gliedert sich in drei Teilbereiche:
1. Herausgabe der Schülerzeitung „Albstraßenbote“ 
2. Catering für Schulveranstaltungen
3. Zusammenarbeit mit dem Geiger-Verlag an einem Bildband-Projekt „Erlebe deine Stadt“

Die Firma wird geführt von einer dreiköpfigen Geschäftsleitung, je ein Geschäftsführer für die Schülerzeitung und die Projektarbeit und ein Geschäftsführer für die Firmenleitung.
In einer Firmensatzung haben die Schüler alle wesentlichen Bestimmungen geregelt. Nach Verabschiedung der Satzung sind mit den Mitarbeitern Arbeitsverträgegeschlossen worden, die jeweils für ein Schuljahr gelten.

Erzielte Gewinne werden zu 50% in die Firma reinvestiert. Die anderen 50% werden anteilig an die Mitarbeiter und die Geschäftsleitung am Schuljahresende ausgeschüttet.

  • Pädagogische Ziele, die aus schulischer Perspektive  ausschlaggebend für die Gründung einer Schülerfirma gewesen sind, gibt es viele. Im Vordergrund stehen neben der wirtschaftlichen Kompetenz, die vor allem die Mitglieder in der Geschäftsleitung erwerben, folgende Kompetenzen:
  • Fähigkeit zur Selbstorganisation und zur selbstständigen Informationsbeschaffung, da die Mitarbeiter keinerlei Hilfestellung bei der Bewältigung ihrer Aufgaben und Aufträge bekommen. Lediglich der Arbeitsauftrag wird formuliert und der zeitliche Rahmen wird gesetzt.
  • Fähigkeit zum Umgang mit technischen Hilfsmitteln, wie Diktiergerät, Digitalkamera, Laptop und Speichermedien.
  • Organisationsfähigkeit, da zeitliche Vorgaben strikt eingehalten werden müssen.
  • Fähigkeit zur kooperativen Arbeitsteilung, da zahlreiche Prozesse nur im Team bearbeitet werden können. Beispielsweise müssen Anzeigenverkäufer sich eng mit den Layoutern abstimmen und ihre Ergebnisse immer wieder aktualisieren.
  • Fähigkeit zum Problemlösen, da neben immer wieder auftauchenden technischen Problemen vor allem Organisationsprozesse überdacht und neu erarbeitet werden müssen.
  • Durch geschäftliche Kontakte über Anzeigenverkauf, Honorarverhandlungen, Preisverhandlungen, u.ä. erwerben die Schüler soziale Kompetenzen.
  • Fähigkeit zum Zuhören, da immer wieder Informationsrunden und Sitzungen stattfinden, auf der sich einzelne Bereiche der Firma austauschen und Ergebnisse aktualisiert werden.

 

Neben dem Kompetenzerwerb steht die starke Schülerorientierung im Fokus. Die Schüler lernen eigenverantwortlich zu arbeiten, da die betreuende Lehrkraft nur beratend eingreift. Jeder Schüler kann entsprechend seinen individuellen Stärken Aufgaben übernehmen und in seinem eigenen Tempo bewältigen. Das Selbstbewusstsein der Schüler kann so gestärkt werden, da der gemeinsame Erfolg im Produkt sichtbar wird.